Namibia ist eine Reise wert

 Namibia ist eine Reise wert

 

Von Herbert Guth

 

Wer Felsen, Steine und Sand liebt, der muss auch Namibia lieben. Und wer wundervolle Tage bei einem lieben Freund des Bodensee Presse Clubs (BPC) verbracht hat, der will unbedingt dieses wunderbare südwestafrikanische Land ein weiteres Mal besuchen. Mit diesen Gefühlen kehrte eine zehnköpfige Reisegruppe von BPC-Mitgliedern und Freunden vom heißen Namibia zurück ins unterkühlte Deutschland.

Zehn Tage lang war die Gruppe unterwegs, um den Ehrenpräsidenten des BPC, Martin Herzog, sowie seine Frau Cornelia zu besuchen. Unvergessliche Tage bleiben als Erinnerung zurück.

 

Seit Jahren schon stand die Einladung von Martin Herzog zu einem Besuch in seiner zweiten Heimat Namibia im Raum. Im November 2017 war es dann so weit. Von Frankfurt aus ging der zehnstündige Flug in die namibische Hauptstadt Windhoek. Schon am Flughafen wurde die Reisegruppe von Cornelia und Martin Herzog empfangen.

Es folgte eine 180 Kilometer lange abenteuerliche Autofahrt auf sandiger Piste, bei der eine Ahnung vermittelt wurde, wie weitläufig und menschenleer dieses Land ist. 2,2 Millionen Einwohner leben auf einer Fläche, die zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland ist.

Auf der langen Fahrt über das Khomas-Hochland begegneten uns ein Lastwagen, drei Personenautos, ein Zebra, eine Oryx-Antilope und jeweils zwei Riesen-Trappen und Affen. Ansonsten war weit und breit kein Mensch zu sehen.

 

Überaus herzlich war die Aufnahme in Herzogs Farmhaus „Okusuva“, dem Ort der Stille. Die Gastgeber vermittelten zusammen mit ihrem Verwalter Christian Baas, dass die Gäste vom Bodensee herzlich willkommen sind.

Auf dem Programm standen Wanderungen in die nähere Umgebung sowie holprige Fahrten über das 8000 Hektar große Farmgelände. Grillen am Mittag und der Abschiedsgruß an die untergehende Sonne gehörten ebenso dazu, wie das abendliche gesellige Zusammensein. Dabei durften auch deutsche Volkslieder nicht fehlen, die ein Stück Heimat vermittelten.

 

Sportlich betätigten sich Kassier Hubert Keckeisen und unser Mitreisender Berthold Porath. Beide hatten sich vorgenommen, den benachbarten Berg mit Namen Mittagsspitze zu besteigen. Sie kämpften sich weit vor, mussten aber dann am Fuße der senkrecht abfallenden Felswand einsehen, dass der Gipfel nicht zu erklimmen ist. Immerhin wurde die Häfler Stadtfahne entrollt und fotografisch an diesem Endpunkt der Klettertour festgehalten.

 

Eine zweitägige Tour führte in die Küstenstädte Swakopmund und Walvis Bay. Beeindruckend war unter anderem eine Gesprächsrunde mit einheimischen Kommunalpolitikern über die Lage in der Stadt Swakopmund und Namibias.

Auf der Rückfahrt erklommen einige Mitglieder die Sanddüne Nummer 7, die weit über 100 Meter hoch in den Himmel ragt.

 

Der Besuch auf der Farm endete mit einem rustikalen Grillabend in der Leoparden-Schlucht, an der auch Nachbarn, die 30 Kilometer entfernt wohnen, teilnahmen.

 

Gemeinsam mit dem Ehepaar Herzog ging es dann weiter zur Omaruru Game Lodge. Hier konnten zahlreiche afrikanische Tierarten beobachtet werden. Dazu gehörten Elefanten, Nashörner, Giraffen, Zebras, Gnus und zahlreiche Antilopenarten.

 

Schließlich hieß es Abschied nehmen. Cornelia und Martin Herzog fuhren zurück nach Okusuva, die Reisegruppe hatte noch zwei Tage Aufenthalt in der Hauptstadt Windhoek vor sich.

 

Zum Abschied versicherte BPC-Präsident Manfred Weixler, dass Martin Herzogs Versprechen, unvergessliche Tage zu bieten, voll in Erfüllung gegangen sei.

Im Namen der Gruppe sagte Weixler seinen herzlichsten Dank. Zuvor schon waren Gastgeschenke überreicht worden. Martin Herzog zeigte sich gerührt, wie die BPC-Mitglieder sich als tolle Gäste erwiesen, die wie eine Familie in seinem Haus angekommen seien. Später gestand Martin Herzog ein: „Nach Eurer Abreise sind wir hier in ein tiefes Loch gefallen.“ Er freue sich jetzt schon auf ein Wiedersehen in Friedrichshafen.

 

Hier soll es voraussichtlich im Januar einen Mitgliederabend geben, bei dem Fotos gezeigt und Erzählungen ausgetauscht werden sollen. Bei dieser Gelegenheit wird an Martin Herzog und seine Frau Cornelia eine Urkunde überreicht. In ihr wird das Paar als „Gastgeber-Ehepaar des Jahres 2017“ ausgezeichnet.