Infofahrt Straßburg

Straßburg ist eine Reise wert - Bodensee-Presseclub auf Tour

„Ich hoffe sehr, dass Ihr ‚Ausflug’ für Sie eine Reise nach Straßburg wert war“, erklärte Norbert Lins, CDU-Europa-Abgeordneter im Europäischen Parlament in Straßburg mit Wohnort Weingarten. Er hatte 24 Mitglieder, Freunde und Gäste des Bodensee-Presseclubs Friedrichhafen in der vergangenen Woche zu einem Besuch an seinen „Arbeitsplatz“ in die Stadt mit jetzt 460 000 Einwohnern und Hauptstadt der Europäischen Union (EU) eingeladen. Zwei Tage hatten die Journalisten aus dem Bodenseekreis Gelegenheit, sich vor Ort über die europäische und elsässische  Hauptstadt zu informieren und zu recherchieren.

„Trotz  einer langen und wechselvollen  Geschichte ist Straßburg eine junge und dynamische Stadt,  mal war sie deutsch, mal französisch. Sie werden vom pulsierenden Leben der Stadt und ihrem anspruchsvollen Kulturangebot überrascht sein“,  glaubte  Stadtführer Francois, der die Gruppe einen halben Tag zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führte, angefangen von „Petite France“, dem ehemaligen malerischen Gerber-Viertel, bis zu den überdachten Brücken, den so genannten „Ponts Couverts“  und zum absoluten Höhepunkt, der Kathedrale mit seinen eindrucksvollen mittelalterlichen Uhr-Konstruktionen.

 

Nach der Stadtführung begrüßten Abgeordneter Norbert Lins und Pressesprecherin Meike Bogdan die Gruppe im Parlament, dem derzeit 751 Mitglieder angehören. „Wir treffen unsere politischen Entscheidungen während der monatlich stattfindenden Plenartagungen in Straßburg. Darüber hinaus finden Mini-Plenartagungen in Brüssel statt“, erläuterte Norbert Lins, der dann noch  ein ausführliches Gespräch mit der Gruppe führen konnte. „Knackpunkte“ waren dabei das Transatlantische Handelsabkommen (TTIP) und der Umgang mit der Flüchtlingskrise. In der Diskussion um TTIP wurden Bedenken im Hinblick auf eine Aufweichung der europäischen Standards in den Bereichen Gesundheits- und Verbraucherschutz geäußert. Dabei sollte es  nicht vergessen werden, dass auch die USA im Gesundheitsschutz ebenfalls strenge Sicherheitsauflagen vorschreiben“, betonte der Abgeordnete

 

Ferner wurde teilweise auch das Verhalten der EU in der Flüchtlingsdebatte kritisiert. Norbert Lins:“ Hinsichtlich der Verteilung der Flüchtlinge ist nach meiner Meinung mehr Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten gefragt. Von besonderer Bedeutung ist vor allem die Sicherung der Außengrenzen. Trotz der vielen Kräfte, die gewillt sind zu helfen, weigern sich andererseits leider viele unserer europäischen Partner, einer gerechten Verteilung der Flüchtlinge nachzukommen“.

 

Mit einem Dank an den Abgeordneten schloss BPC-Präsident Manfred Weixler das Gespräch, bevor die Gruppe die Heimreise an den Bodensee antrat, in den guten Händen des Unternehmens „Kasch-Reisen“ mit Robert Kasch aus Oberteuringen an der Spitze.

 

751 für 500 Millionen

 

Info: Seit 1979 gehen die Bürger Europas alle fünf Jahre zu den Wahlurnen, um ein gemeinsames Parlament zu wählen. Es setzt sich aus Vertretern der in der Gemeinschaft zusammengeschlossenen Staaten zusammen, wie es im Vertrag von Rom aus dem Jahr 1957 heißt. Heute vertreten 751 Abgeordnete aus 28 Ländern rund 500 Millionen Europäer.